Lost Place Tour 2016

Dass ich schon länger nichts mehr gebloggt habe, liegt nicht daran, dass ich nicht mehr cache, sondern eher daran, dass ich inzwischen auch Cacheowner bin. Ein weiteres zeitintensives Hobby, bei dem ein anderes zurückstecken musste…

Die eigenen Caches sind jetzt weitestgehend selbstlaufend und eine gewisse Routine in Neucachererstellung und Wartung sind eingetreten! So freue ich mich, auch mal wieder etwas über eigene Cachererfahrungen zu schreiben. Den eigenen Caches, den Owner-Erfahrungen und –Alpträumen werde ich später einen eigenen Beitrag widmen 🙂

Eine grosse Überraschung bekam ich zu meinem diesjährigen Geburtstag geschenkt. Natürlich verschlüsselt und als Mysterie verpackt – Vielank, 2 Tage, Dömitz, DAG & TNT, Hitzacker, LostPlace, Ausruhen, Jenseits der Wolfsschlucht.

Schnell war klar, meine Familie geht mit mir auf eine Familien-LostPlace-Tour, mit dem „Basislager“ in Vielank. Dort untergebracht in dem „Vielanker Brauhaus“. Was will man mehr? LostPlace, Familie, selbstgebrautes Bier und gutes Essen. Hörte sich nach einem verdammt guten Plan an.

DAG & TNT

Am 26.07.16 fuhren wir dann los. Unser erstes Ziel war der LP „DAG & TNT“ (GCN7Q7). 1892 wurde das Werk der Firma Sprengstoffwerke Dr. R.Nahnsen & Co KG errichtet, in dem damals u.a. TNT, Pikrinsäure, Tetryl und Nitroglycerin hergestellt wurden. Später wurden auch Sprengstoffkapseln gebaut, die als besonders feuchtigkeitssicher galten und somit ideal für Unterwasser-Sprengungen waren. Für die dort produzierten Bergbausprengstoffe wurde die Fabrik weltbekannt. Im ersten Weltkrieg wurde die Firma zum größten Rüstungsbetrieb Mecklenburgs, die Mitarbeiterzahl stieg von 300 auf rund 3.000. Nach 1926 wurde der Betrieb eingestellt und abgerissen, bevor er 1934 in veränderter Form wieder aufgebaut wurde und für den 2. Weltkrieg monatlich bis zu 3.750t Sprengstoffe, darunter 1.200t TNT und 125t Pikrinsäure, ca. 600t großkalibrige Bomben, ca. 150t kleinkalibrige Munition und ca. 1.000t Panzerminen produzierte. Die Stillegung erfolgte 1945 mit Ende des Krieges. Heute sind viele der Bunker und Gebäude gesprengt bzw. zerstört, einige Objekte auf dem Areal sind aber noch recht gut erhalten.

Eingebettet in diese Location hat platanus einen interessanten LP-Multi gelegt, der eine tolle Mischung aus Wanderung und Erkundung war. Kreuz und quer durch das Gebiet, teilweise bis zu 4 Meter hohe Wälle wurden immer wieder überwunden, um zur nächsten Station zu gelangen. 6 Stationen gab es, allesamt in lostplace-gerechten Verstecken. So kämpften wir uns von Station zu Station, mussten manches Mal abtauchen, in irgendwelche Betonrohre oder andere Gebäude, in denen wir dann die Koordinaten für die nächste Station fanden. Zu unserem Equipment gehörten u.a. 2 iPhone, eine led lenser H7.2 Stirnlampe, eine Fenix E21 Taschenlampe, diverse kleinere Taschen- und UV-Lampen. Weitere ECA war hier eigentlich nicht nötig. Obwohl wir insgesamt „nur“ ca. 7.000 Schritte (Helth-App) also ca. 4,5 km wanderten, waren wir doch recht erschlagen. Das lag letztlich sicherlich an dem unwegsamen Gelände und den 13 Stockwerken (App), die wir als Norddeutsche einfach nicht mehr gewohnt sind. An die 30 Grad taten ein Übriges.

Mehr zu diesem Cache könnt ihr auch in meinem Logeintrag nachlesen (Log)

Der Tag wurde gekrönt von unserer Unterkunft. Ein tolles Zimmer mit Aufbettung kostete hier nur 91€. Nach einer intensiven Duschrunde ging es dann noch in das Brauhaus-Restaurant. Selbstgebrautes Bier war hier das Highlight und wurde natürlich verköstigt: Angefangen mit dem Vielanker Weizen über Pils zu dunklem Vielanker. Das schwarze Vielanker hoben wir uns für den zweiten Tag auf. So ging der Tag im Biergarten des Hauses mit einem Vielanker Whiskey und dem hauseigenen Kräuterlikör zu Ende.

 

Jenseits der Wolfsschlucht

Gut ausgeschlafen traten wir am zweiten Tag unsere erste Challenge an. Nein, kein Challenge-Cache, sondern einfach nur die Suche nach einem Bäcker in Vielank. Als Wohnhaus gut getarnt entdeckten wir ihn und traten in den „Verkaufsraum“ ein. Mit uns Dreien war dieser dann auch voll und wir freuten uns über die letzten 6 Brötchen im Regal. Danach ging es direkt nach Hitzacker zum LP „Jenseits der Wolfsschlucht“ (GCHRT9) und auf dem angegebenen Parkplatz gab es erst einmal ein Frühstück. Gut gestärkt zogen wir dann los und nach der ersten Station ging es dann in die tiefste Wildnis des Elbeufers. Kopfhohe Brennesseln, ein max. 40 cm breiter Trampelpfad und mehrere umgestürzte Bäume über die man hinwegklettern oder drunter durch tauchen musste.

Die Stationen selbst waren eigentlich alle gut zu finden, jedoch verloren wir schon an Station 2 ca. 60 Minuten, bei der Suche nach den nächsten Koordinaten. Sie waren weg, wie sich nach Rückfrage beim owner herausstellen sollte. Also sind wir nach einer kleinen Stationswartung und den neuen Koordinaten weitergezogen. Die nächsten Stationen gestalteten sich dann erheblich einfacher, aber der Weg war ganz schön anstrengend. Der Schrittzähler zählte unermüdlich weiter und unsere Kräfte schwanden. An Station 5 dann der Megagau: Ein Freizeitmuggle mähte an seinem Wochenendhüttchen die Wiese. Ca. 10 Meter entfernt von unserem Objekt der Begierde, auf welches wir sicherlich hinaufklettern sollten. Wenn wir das machen würden, wäre die Station 100%-tig aufgeflogen. Also wieder Rücksprache mit dem owner, der uns weiterhalf und sicherlich froh war, dass wir unerkannt blieben.

Die Kräfte schwanden immer mehr und wir kamen auf die 10 km Marke… Und an dieser Station, die einigermassen schnell gefunden wurde, gab es wieder das Problem, dass wir nichts fanden. Ist das inzwischen unserer Müdigkeit geschuldet? Wir können doch nicht schon wieder den owner… Es half nichts – doch der owner. Er erklärte uns, was und wo wir suchen sollten und dabei stellte sich heraus, dass wir dort alles abgesucht hatten und der Hinweis höchstwahrscheinlich auch nicht mehr da ist. Eine weitere Stunde war damit hinüber 😦 Aber ab hier sollte alles nur noch ein Klacks sein!! Die letzten Stationen konnten gut gefunden werden, auch die Hinweise und so standen wir nach weiteren 2-3 km vor dem Final. Nur noch 80 Meter – aber eine „Schlucht“ dazwischen 😮 Mit letzten Kräften kamen wir am Ziel an und fanden erstmal tolle Tropfsteine und dann natürlich auch den Cache in einer Höhle.

Wir verewigten uns im Logbuch und machten auch noch ein Bild, mit der CacheCam, die im Final liegt (sehr schöne Idee)! Insgesamt kamen wir dann auf knapp 18.000 Schritte bei ca. 14,5 km…

Auch hier geht es wieder zum Logeintrag (Log)

Der zweite Abend im Brauhaus sollte den gleichen Verlauf wie der erste nehmen. Nur mit dem Unterschied, dass wir total Schrott waren und natürlich auch noch das schwarze Vielanker probiert haben 🙂

Der letzte Morgen empfing uns mit Regen, der zum Glück schnell verschwand. Unser Frühstück in der Dömitzer Festung fiel dann trotzdem ins Wasser, da die Kantine erst um 11:00 Uhr aufmachen wollte 😦 Also suchten wir uns wieder einen Bäcker und wurden genau gegenüber der Kirche fündig. In fast familiärer Atmosphäre tranken wir dann einen Kaffee und stärkten uns mit einem Brötchen, bevor wir noch ein paar Schritte in Dömitz machten, um 2-3 Dosen einzusammeln. Alle nicht besonders spektakulär – aber wenn man schon mal da ist.

Gegen Mittag schwangen wir uns ins Auto und machten uns auf den Heimweg. kurz vor Hamburg hatten wir uns dann noch 4 favoritenträchtige Caches ausgesucht

GC68Y4C – TB- und Coin-Kerker (108 FP)
GC53W4W – Lift from Hell (243 FP)
GC338WA – Spezial Messsonde (137 FP)
GC5JYQ7 – Du hast nen Vogel (238 FP)

Alle 4 machten noch einmal richtig Spaß und rundeten diesen Kurzurlaub perfekt ab. Einen kleinen Film gibt es noch (hier) mit dem Passwort: LP2016

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Geburtstag 😛

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Lost Place Tour 2014 (III)

Es ist jetzt schon etwas länger her, dass ich vom 2. Tag unserer tollen Lost Place Tour rund um Halle berichtet habe. Inspiriert durch die Lesung des Herrn Hoecker „Neues aus Geocaching“, welche in einem tollen Lost Place im Hamburger Hafen stattfand (MS Bleichen), nehme ich den Faden wieder auf. Natürlich nicht, um vorweg einen kurzen Exkurs, sprich Bericht von der Lesung einzubinden 🙂

EXKURS „Neues aus Geocaching“

Am 25.09.2014 fand die Lesung von Bernhard Hoecker und Tobi auf der MS Bleichen statt. Schnell, nach wenigen Stunden war die Lesung komplett ausverkauft. 200 interessierte Geocacher hatten sich angemeldet. Wie sich während der Lesung herausstellte 199 Geocacher und 1 Muggle! In atemberaubender Atmosphäre dieses alten Stückgutfrachters fand die ganze Veranstaltung statt. Und das Ganze nicht als Event, somit ohne Punkt. Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass sich Geocacher auch für „punktlose“ Veranstaltungen mobilisieren lassen 🙂 Rund um die Lesung gab es dann natürlich das entsprechende „Meet & Greet“, ein paar naheliegende Tradi und extra für die Lesung erstellte Lab-Caches. Das war neu, da diese Art von Caches eigentlich Events vorbehalten sind. Punkt 17:00 Uhr wurden die Lab-Caches freigegeben, was man eindeutig daran erkennen konnte, dass sich das Meet&Greet schlagartig auflöste und ca 150 Cacher nach den Labs suchten. Allesamt waren Fragen rund um die MS Bleichen, so dass man vor Betreten der Location wenigstens etwas mehr über die Historie des Frachters erfuhr.

Neben diesen nett verpackten Informationen konnte man sich in Gesprächen mit den ehrenamtlichen Helfern und gleichzeitig Restaurateuren des Schiffes über Historie, Gegenwart und der spannenden Zukunft der MS Bleichen informieren. Alle zusammen haben nämlich das Ziel, dass der Frachter nächstes Jahr so weit restauriert ist, dass er aus eigener Kraft wieder in See stechen kann (wenn auch nur zur Überführung in ein Museum).

Die Lesung selbst überzeugte natürlich durch die Art Bernhard Hoeckers und der völlig ungezwungenen Atmosphäre. Neben der eigentlichen Lesung, wurde das Publikum immer wieder aktiv eingebunden. So durften 2 Cacher Ihre eigene Geschichte aus „Neues aus Geocaching“ selber vorlesen, wurden Geburtstagsständchen für lustifcb gesungen und am Ende gab es natürlich auch reichlich Autogramme. Rund um eine tolle Veranstaltung!

Exkurs Ende!

So nun sind wir wieder in Halle auf unserer Männertour zu Vatertag und haben inzwischen 2 tolle Lost Places gesehen (LP Brettermeier II und LP 1932 Alois Booms Reise). Am Nachmittag des 2. Tages hatten wir uns noch einen weiteren LP ausgesucht – „All you can eat“ !

Mit der Wertung 4,5 / 4 ein weiteres dickes Brett an einem Tag. Geplant waren hier lt. Listing zwischen 3 und 5 Stunden, verteilt auf 14 Stationen. Die Geschichte zum Cache wird im Listing kurz, aber knackig beschrieben und findet sich in der Location zu jeder Zeit wieder. Unsere kommissarische Arbeit startete direkt nachdem wir endlich den Zugang gefunden hatten. Bei All you can eat handelt es sich wieder um einen Lost Place auf grosser Fläche mit unterschiedlichen Gebäuden und schier endlosen Möglichkeiten Verstecke zu kreieren. Wenn man dann noch, wie der owner beweist, handwerklich geschickt ist, kann es durchaus passieren, dass man eine Station länger als 30 Minuten suchen muss.

 

An Station 4 oder 5 suchten wir uns einen Wolf und konnten letztlich nur durch die schnelle Hilfe des owners weitermachen. Danach war es zwar immer tricky, aber machbar. Einzig herumlaufende Erdkabelmuggle verunsicherten uns zunehmend. Nachdem wir zu Anfang dachten, wir müssen nur einmal schnell an den Kollegen vorbei, stellten wir fest, dass sich die Jungs erheblich von uns gestört fühlten und immer wieder nach uns Ausschau hielten. Das Ambiente des LPs und die Verstecke in dunklen Räumen, die sich der „Baustelle“ der Metalldiebe wieder näherten taten ihr Übriges, um unser Unwohlsein zu stärken. Sogar per Whats App abgeschickte Meldungen nach Hause „wenn wir uns in 1 Std. nicht melden, stimmt was nicht“ konnten wir uns nicht verkneifen. Was übrigens unsere daheimgebliebenen Frauen deutlich weniger beeindruckte, wie uns, die Jungs vor Ort.

Letztlich konnten wir alle Stationen finden, hatten die Finalkoordinaten raus und machten uns auf den Weg zum Final und ihr werdet es schon erraten – klar, in unmittelbarer Nähe der Metalldiebe, die wieder fleissig pickelten. Bewusst nahmen wir einen erheblichen Umweg in Kauf, um nicht wieder direkt an der Baustelle vorbei zu müssen und näherten uns von hinten. Ob das eine gute Idee war, wussten wir erst, als einer der Kollegen hektisch anfing mit dem Fahrrad über das Gelände zu fahren. Uns wurde es so unwohl, dass wir abbrachen, über die Mauer des Geländes nach hinten verschwanden, um zu merken, dass wir auf einem eingezäunten Betriebsgelände der benachbarten Firma standen. Zum Überfluss auch noch mit reichlich Überwachungskameras ausgestattet. Also half es nix, wir mussten wieder rein in den alten Schlachthof. Diesmal ging es dann aber zügigen Schrittes den längsten Weg mit dem grösstmöglichen Abstand zu den „Verdächtigen“ zum Ausgang, rein in unser Auto und nix wie weg!!

Auch wenn sich das hier nach einer inszenierten Geschichte auf einem LP anhört, vielleicht inspiriert durch den Film „Lost Place“ – es war genau so und unsere abendliche Korrespondenz mit den Cacheowner bestätigte uns, dass dies hier durchaus vorkommen kann. Da wir alle Stationen und die Finalkoordinaten richtig gelöst hatten und ihm selbst die finale Location ordentlich beschreiben konnten, gab er uns dankenswerter Weise die Logfreigabe.

Mein damaliger Logeintrag:

„Inzwischen der 3. Lost Place, den wir gemeinsam mit CachePac und Black Abbot auf unserer Lost Place Tour 2014 angehen wollten. Nachdem wir einen Zugang zum Gelände gefunden hatten, waren wir erst einmal überrascht über den vielen Müll, den es hier auf dem ganzen Gelände und in allen Gebäuden zu „Bestaunen“ gab. Die Stationen waren von knifflig bis fast unauffindbar in der Schwierigkeit und deswegen benötigten wir an einer Stelle dann auch wirklich eine Hilfe.

Die ganze Location verleitet dennoch zu vielen Bildern, was die ganze Geschichte zeitlich nicht wirklich schneller macht. Aber solche Gebäude sind immer wieder zu faszinierend, um nur von Station zu Station zu eilen. Eilen ist auch eh das falsche Wort, da wir an einigen Stationen doch etwas suchen mussten.

Die Ideen und die Umsetzung der einzelnen Stationen war spitze. Wir waren jedes mal wieder aufs neue begeistert, wenn wir sie gefunden hatten.

So nun zur Story: überragend! Auch die Einbindung der einzelnen Stationen mit den kleinen Geschichten zur Gesamtstory – einfach spitze!! Das Ganze hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, auch wenn insgesamt ein wenig zu viel Müll hier rumliegt (auch für einen LP ungewöhnlich viel), aber dazu kann der cache ja nix.

Unsere ganz persönliche Gruselstory erlebten wir dann an den letzten beiden Stages. Sehr offensichtlich versuchten mit Messer und Pickel bewaffnete Metall-Diebe die restlichen Metallschätze zu bergen. Auf dem Hinweg noch mit geradem Blick und festem Schritt vorbei, mit einem kurzen „HALLO“, merkten wir, dass es den Kollegen nicht ganz recht war, dass wir hier mit technischen Gerät und Foto rumlaufen. Dass sie ihre Arbeit schlagartig einstellten und ein Kollege direkt mit dem Fahrrad auf dem Gelände umherfuhr, machte uns auch nicht glücklicher. So fanden wir die letzte Station mit inzwischen weichen Knien und immer mit einem Blick nach hinten.

Erleichtert und in der Sonne sitzend konnten wir dann über die richtige „Adresse“ die Finalkoordinaten herausfinden. Wiederum toll gemacht!

Uns hat die gesamte Geschichte unheimlich viel Spaß gemacht, 100te Fotos waren die Ausbeute und somit hinterlassen wir gerne 1 FP. Mitnehmen können wir eine unvergessliche Geschichte, tolle Bilder und ein flaues Gefühl in der Magengegend.“

Nur wer diesen Cache nicht mehr machen möchte oder schon gemacht hat, sollte sich die hinterlegte Bildershow angucken. Alle anderen sollten sich lieber überraschen lassen. Ja!! Es wird gespoilert, also keine Klagen!!

BILDERSHOW „All you can eat“

 Für diesen Tag war es dann wirklich genug und wir fuhren ohne Umwege in unser Hotel. Ein weiterer Tag wartete ja noch mit einem weiteren Highlight, von dem ich demnächst hier berichten werde.

Lost Place Tour 2014 (II)

Here we go. Wie vor Kurzem angekündigt kommt hier mein 2. Teil unserer LP Tour 2014, die wir in Halle / Leipzig unternahmen. Nachdem wir nun den Brettermeier II kurz vor dessen Archivierung noch machen durften, fuhren wir kaputt und zufrieden in unser Hotel zurück. Da lag bestimmt noch was auf der Strecke, oder? RICHTIG!

Mit über 800 Favoritenpunkten versprachen wir uns vom „TB/GC Hotel Mansfeld Südharz + Geopostoffice“ (link) so Einiges. Was wir hier vorfanden, hatten wir noch nicht gesehen.

Auch das Logbuch bot einigen Platz und auf einer Karte konnten wir sogar unsere Herkunft verewigen. Wann habt ihr zum ersten Mal IN einem cache gestanden?

Weiter ging es dann noch über eine „Pilgerstätte“ zu den „Panzerknackern„. Die Pilgerstätte ist „…eine Trauerstelle für alle owner von verloren gegangenen Trackballes…“ (so das Listing). Eine nette Idee, die, wie ich feststellen musste, auf Facebook auch schon wieder zu kontroversen Diskussionen führte. Meine Meinung bleibt: Nette Idee, mit einer schönen Bastelarbeit und mit viel Liebe zum Detail. Auf alle Fälle ein Besuch wert, wenn man in der Nähe ist!

Auch die Panzerknacker, bekannt aus unserer jugendlichen Comiczeit, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Hier suchten wir regelrecht die Nadel im Heuhaufen… Manchmal ist es dann eher der Zufall, der einem hilft. Auf alle Fälle auch ein sehr nett gemachter Cache!

Danach ging es aber schnellstens in den Ankerhof. 1 Std. musste abends i.d.R. reichen, um sich zu Hause zu melden, zu duschen und noch kurz alle Stromversorgungen zu nutzen. Danach ging es auf direktem Weg zu kulinarischen Highlights von Halle. Der Vatertag endete somit zufrieden und früh, da wir ja am nächsten Morgen wiederum früh (07:30 Uhr) los wollten.

Am Freitag stand dann das nächste LP-Highlight auf dem Programm: 1932 Alois Bloms Reise durch die Zeit (GC4NHP9). Wir waren angemeldet und auch pünktlich vor Ort. Der Anfang dieses Caches stimmte uns erst sehr misstrauisch. Merkwürdige Voraussetzungen, die wir erfüllen sollten, Auto aus – Auto an, viel Rumfahrerei und eigentlich wollten wir einen erlebnisreichen Lost Place machen. Haben wir uns vielleicht zu viel versprochen oder waren zu verwöhnt vom gestrigen Brettermeier?

Beim eigentlichen Startpunkt angekommen, erzählte uns der mitgebrachte UKW-Sender, was als nächstes zu tun sei. Das war schon eine gute Story. Nach und nach lösten sich auch die zuerst merkwürdig erscheinenden „Zugangsvoraussetzungen“ auf und wurden logisch.

Im wahrsten Sinne des Wortes tauchten wir in die Welt des Alois Blom ein. Die komplette Geschichte ist mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Kleinste Details überraschen in diesem Lost Place. Die Geschichte ist stimmig, knifflig und manchmal auch etwas anstrengend. So täuschte uns Alois immer wieder an verschiedenen Stationen, gab uns Rätsel auf, in die wir uns „verbissen“, bis wir merkten, dass dieses Eisenrohr so rein gar nix mit der Lösung des Rätsels zu tun hatte.

Immer wieder wurden wir von Kampfspuren vorangegangener Teams darauf hingewiesen, dass uns Alois davon abhalten will, die Aufladung der Zeitmaschine zu unterbrechen.

Ziemlich genau in der vorgegebenen Zeit konnten wir das Rätsel gerade noch lösen, bevor das nächste LP-Team ihr Glück versuchen wollte. Die HandKantenOrangUtans haben hier einen tollen Cache gelegt, der besonders für „Lost Place Einsteiger“ hervorragend geeignet ist. Er ist quasi bewacht und geschützt, man hat die Erlaubnis in diesen Bunker zu gehen und er ist relativ klein, so dass man sich an die Orientierung unter der Erde erst einmal gewöhnen kann.

Zum Abschluss auch wieder mein damaliger Logeintrag, für einen LP-Cache, der mit seiner 4/3,5 Wertung wiederum genau richtig eingetaktet war.

„Mit CachePac und Black Abbot ging es über Vatertag auf grosse Lost Place Tour 2014. Wir starteten hier um Punkt 08:00 Uhr morgens und zwar gleich mit einer Überraschung, von der wir in dem Moment noch nicht so richtig wussten, was wir davon halten sollten.
Die Idee der nächsten Station lenkte uns da aber schon ein wenig ab, das hatte ich so noch nicht gesehen. Einmal mehr wurde der gut verstaute Schlüssel wieder aus dem Rucksack gepackt und die Reise ging auch hier mit dem cachemobil weiter.
Auch die darauf folgende Station war sehr schön inszeniert und unseren Obolus konnten wir schnell gegen die Weitermacherlaubnis eintauschen. Ab hier ging es dann ruck.zuck in das erwartete Lost Place Feeling.
Die Stationen sind alle toll gemacht, sowohl die Geschichte, wie auch die einzelnen Ideen und die handwerkliche Umsetzung lässt darauf schliessen, dass sich hier jemand voll uns ganz seinem cache gewidmet hat
Nicht jede Station war uns sofort klar. So benötigten wir recht am Anfang auch einen Tipp vom TJ, der uns aber auch recht schnell weiterhelfen konnten (DANKE!). Die Geschichte selbst ist von vorne bis hinten spannend und auch kleinste Details runden die Geschichte immer wieder ab.
Ob wir in der vorgegebenen Zeit jedoch die 100%-tige Aufladung der Zeitmaschine werden verhindern können, war nicht zu jedem Zeitpunkt klar. Einige Stationen hatten es in sich, auch weil man hier das eine oder andere Mal in die Irre geführt wird. Zu den beiden letzten Stationen sage ich nix weiter… SPITZE!!
Was bleibt? Ein tolles Erlebnis, 1 hinterlassenes Schleichen und ***** (GC-Vote)“

 Nur wer diesen Cache nicht mehr machen möchte oder schon gemacht hat sollte sich die hinterlegte Bildershow angucken. Alle anderen sollten sich lieber überraschen lassen. Ja!! Es wird gespoilert, also keine Klagen!!

Bildschirmfoto 2014-08-21 um 22.07.08klicken für Bildershow

 Der nächste Bericht folgt in Kürze. Es warten ja noch 2 weitere Lost Places und der ein oder andere „Beifang“ auf uns.

Lost Place Tour 2014 (I)

Nach über 1.500 gefundenen caches war auch für mich die Zeit gekommen, an einer LP-Tour teilzunehmen. CachePac als Hauptorganisator machte dies nicht zum ersten Mal und Black Abbot war auch letztes Jahr auf einer legendären LostPlace Tour im Osten unseres Landes dabei. Wer dazu gerne mehr lesen möchte kann gerne hier nachschauen.

Mit so einem „Cheforganisator“ und einem 2. „erfahrenen Hund“ traute auch ich mir zu, die Geheimnisse von Lost Places zu erkunden.

Auch ich bereitete mich anständig vor. Von der Basisausrüstung über diverse ECAs bis hin zu Energy Drinks und Proviant sollte schliesslich alles passen.

Also ging es gut vorbereitet auf die Bahn. Von Hamburg nach Halle, unterwegs noch ein paar interessante Favoritencaches sammeln – so jedenfalls war der Plan. Nach halber Strecke gab es eine Planänderung:

Aber es ging weiter, so leicht lassen wir uns natürlich nicht aus dem Tritt bringen. Dank Mobilitätsgarantie bekam ich für die nächsten 4 Tage einfach einen funkel-, niegel-, nagelneuen GLK. Selbstverständlich mit hellbeiger Leder-Innenausstattung. Genau das richtige Cachemobil. Dank der „Freunde“-App auf meinem und Black Abbots Handy konnten wir uns quasi aufeinander zufahren sehen und trafen uns fast zeitgleich im gebuchten Hotel in Halle.

 

Die anstrengende Anreise krönten wir nur noch mit einem schönen Abendessen in Halles Innenstadt, um am nächsten Tag fit zu sein. Früh sollte es losgehen, es lagen ja sehr hoch dekorierte Lost Places auf unserem Weg. In den nächsten Tagen wollten wir auf alle Fälle diese LPs machen:

> Brettermeier II – Lehre geht weiter
> 1932 Alois Bloms Reise durch die Zeit
> all you can eat
> Die Jagd nach der Padrowsky Bande

 

BRETTERMEIER

Somit ging es am Vatertag in aller Frühe zur neuen Ausbildungsstätte des jungen Herrn Brettermeier. Wir waren gut gerüstet, leider war das Wetter eher mäßig. Spätestens nach den ersten Stationen war mir als Rookie klar, warum ich z.B. Handschuhe in meiner erweiterten ECA dabei hatte. Dreck, Glassplitter und andere Unannehmlichkeiten sollten uns quasi den ganzen Tag begleiten.

Schnell stellte sich auch heraus, dass der erste Tag des Brettermeier sicherlich kein Zuckerschlecken werden würde. Nach problemlosen Start verzweifelten wir schon an Station 2 (zum Glück nur fast, bis CachePac endlich die erlösenden Worte rief). Also ging es weiter durch nahezu alle Stationen dieses Lehrbetriebes.

Viele interessante Aufgaben wurden uns gestellt. Mal ganz unten, mal tief drin, mal ganz oben. Aber klar war, dass der owner wohl einen grossen Spaß am Basteln toller Cacheideen hat.

Zur Abrundung mein damaliger Logeintrag:

„Angenehm, Brettermeier mein Name. Wo geht es hier rein? Ah da vorne.“
So geht sie los, meine Geschichte zu meiner neuen Ausbildungsstelle. Natürlich schickten mich die Kollegen quer durch den Betrieb und das Gelände. von Station zu Station lernte ich immer wieder neue Leute kennen und man glaubt es kaum, JEDER hatte auch schon irgendeine „tolle“ Aufgabe für.
Hier war mal was kaputt, was ich reparieren sollte. Da musste mal sauber gemacht werden, dort sollte ich jemandem helfen. Und manchmal, glaube ich, haben die Kollegen sich auch noch ganz fies vor mir versteckt. Ich glaube, mein erster Tag hätte echt schneller vorüber gehen können, wenn sich der ein oder andere einfach schneller zu erkennen gegeben hätte.
Dass sich der ein oder andere auch noch einen Spaß daraus machte mich zu verar… fand ich in dem Moment gar nicht lustig. Im Nachhinein betrachtet kann ich aber gut damit leben. Denn eines steht fest. Ich habe mir hier eine ganz tolle Lehrstelle ausgesucht, in einer unheimlich tollen Kulisse, mit wahnsinnig vielen unterhaltsamen Aufgaben und wenn es mir mal langweilig wird, laufe ich ganz da hinten in dem grossen Gebäude einfach die Treppen ein paar mal hoch und runter, Bewegung soll ja bekanntlich gut sein…
Als sich der Feierabend näherte traf ich auch noch ein paar andere Azubi-Kollegen. Die hatte ich zwar zu Mittag schon mal gesehen, aber danach verloren wir uns wieder aus den Augen. Zum Schluß konnten wir uns bei ein paar Aufgaben noch gegenseitig helfen und hatten nach 6,5 Std. dann früher Feierabend.
Lange Rede, kurzer Sinn – einfach genial. Vielmehr kann man hier wohl nicht schreiben ohne in einzelne Details zu gehen [:P]

Ein Cache mit der Wertung 4,5 / 4 bei der beide Wertungen verdient sind. Auch die hohe Anzahl der FP ist aus meiner Sicht komplett verdient. Schade, dass er inzwischen archiviert werden musste, nachdem ein Cacherkollege (nachdem er diesen Cache selber erst gemacht hat) diesen „hingehangen“ hat. Leider, wohl das Schicksal, welches gerade vielen LPs widerfährt.

Eine ausführliche Bildershow inkl. aller möglicher Spoilerbilder gibt es hier. Also bitte: SCHAUT HIER NUR REIN, WENN AUCH SPOILERBILDER NICHT STÖREN. Erst gucken und dann mosern zählt nicht 🙂

BILDERSHOW BRETTERMEIER II

Für heute ist hier erst einmal Schluß. Aber wie unsere Tour weiterging, bleibt absolut spannend und erinnert eigentlich an einen drehbuchreifen Film. Bis bald in diesem Kino…

„Ein Nachtcache im LostPlace…

… was will man mehr“, sagten wir uns seitdem wir wussten, dass es diesen „hochdekorierten“ NC in unserer unmittelbaren Homezone gibt. Für unseren Karrierestart erschien uns die Schwierigkeit zu hoch, also warteten wir etwas. Nach einigen Treffen und Erfahrungen war uns auch klar, dass man generell einen NC lieber mit 2 oder 3 Teams angeht. So beschlossen wir im Dezember 2012 auf dem „Glühwein-Event Bad Bramstedt“ diesen zusammen mit den Reesenzwergen und Blickfang anzugehen. Die Terminfindung dauerte dann aber noch ein Weilchen und der Sommer bietet sich aufgrund der Helligkeit auch nicht so an.

Doch jetzt war es soweit. Die Tage werden kürzer, der Termin passte auch allen. Also auf:

Der NC war mit 3-5 Std. im Listing angekündigt. Wir hatten bisher erst einen NC gemacht, unsere Mitcacher waren da schon erfahrener. Also planten wir mal 4 Stunden. Um 19.51 Uhr ging es los. Vom Parkplatz aus waren schon viele kleine Blinkies zu sehen. Waren wir also schon mal richtig. Der Weg wurde gut geleitet und die Stationen konnte man auch gut finden. Hin und wieder war dann spezielle ECA, häufig halt die UV-Lampe, gefragt.

Die einzelnen Stationen waren ziemlich gut markiert und die entsprechenden Aufgaben liessen niemals Langeweile aufkommen. Mal musste man rechnen, mal klettern, mal absteigen, mal messen, mal… Und alles bei sternenklarer Nacht. Ich würde sagen: TRAUMTIMING!!

Zur Strecke selbst kann man sagen, dass sie abwechslungsreich, aber auch ordentlich weit war. Mit guten Lampen ausgerüstet konnten wir immer sicher über den ehemaligen Truppenübungsplatz navigieren. Das ein oder andere unverhoffte Loch gab es dann aber trotzdem. Gutes Schuhwerk und vernünftige Klamotten sind hier aber absolut von Vorteil. Sobald es feucht ist, wird man gerne bis zum Knie nass. Schön war natürlich auch der Bonus zwischendurch!! Den sollte man sich absolut nicht entgehen lassen.

Und entlang des Weges gab es immer wieder auch interessante Kunst zu bewundern:

Den obligatorischen Hänger gab es dann an Station 11. Keine Ahnung wie es hier weiter gehen sollte. Alle Himmelsrichtungen wurden gecheckt, aber so, wie der Weg bisher eindeutig und gut „belinkert“ war, konnte hier irgend etwas nicht stimmen. Ein Anruf um 23.30 Uhr bei ollijolli brachte dann Licht ins Dunkel. Wir marschierten wieder zurück, fanden, was wir übersehen hatten und konnten ab hier zügig unseren Auftrag vollenden. An der Stelle noch einmal vielen Dank an die Hilfe (mitten in der Nacht) von ollijolli!!

Nasse Füsse und die inzwischen niedrigen Temperaturen liessen uns die letzten Station recht flott erledigen. Dann kam noch das Final, welches wiederum ein passender und absolut würdiger Abschluß war. Ein toll gemachter cache, auf einem tollen Gelände mit tollen Aufgaben geht somit zu Ende. Nach knapp 5 Std. hatten wir es geschafft.

Zum Schluß bleibt eigentlich nur noch eines:
Das Gelände ist doch so groß – lieber ollijolli, hier gibt es noch genügend Platz für einen zweiten Multi oder Nachtcache. Komm schon!!

Prora – Ein Mega Event an historischer Stätte

Prora – ein in der Nazi-Zeit geplantes Seebad auf Rügen, in dem bis zu 20.000 Menschen gleichzeitig Urlaub machen sollten… Auf den ersten Blick also nicht dieser naturverbundene Ort, an dem sich alle Cacher, aufgrund der ausserordentlichen Naturschönheit wohlfühlen würden. 4,5 KM lang zieht sich ein „Betonkoloss“ an einem eigentlich wunderschönen Küstenabschnitt Rügens und macht diesen schlagartig hässlich. Betonkoloss ist dann aber gleich das richtige Stichwort. Ja, das Gebilde sieht aus wie ein Betonbau. Es wurde immer getuschelt, dass man ihn genau deswegen nicht entfernen könne (selbst eine Sprengung wäre nur schwer möglich!). Dass dies gar nicht stimmt, ist aber eine der vielen Erkenntnisse und Informationen, die wir auf dem Event sammeln konnten.

Interessanterweise wurde fast ein kompletter Block (der am nächsten an Binz lag) nach seiner Stilllegung fast vollständig durch die Bevölkerung Stein für Stein (unrechtmäßig) abgebaut. Was hat man damit gemacht? Häuser gebaut! In Binz stehen einige Häuser, die wohl ausschließlich mit „Prora-Steinen“ erbaut wurden. Dem ganzen Spektakel wurde dann aber ein Ende gesetzt, als der erste Dieb beim Steineklau tödlich verletzt wurde. Von diesem Block sieht man heute allerdings nichts mehr, da man diesen komplett entsorgt hat.

Über die restliche Anlage gab es lange Diskussionen und man war sich nicht sicher, ob man alles abreissen solle oder als geschichtliche Erinnerung stehen lassen soll. Für Letzteres entschied man sich und nachdem jahrelang nichts passierte, konnte sich inzwischen in einem Teilblock eine Jugendherberge (Film) etablieren. In den noch verlassenen Blocks gibt es wohl auch einige Lost-Places, aber psst…

So reiste ich mit meinem Junior Cacher am Freitag, den 30.08. an. Auf der Tour dorthin verpassten wir es nicht, in der Nähe von Rostock an einem traumhaften TB-Hotel anzuhalten. Der TB „Am Strom“ (GC2P6MK) ist ein toll installiertes und geführtes Hotel mit tollen Zimmern, einer intelligenten Aufteilung und wirklich ausreichend Platz für Reisende. Ein Cache, der Erwachsene wie Kinder gleichmäßig begeistern dürfte und auch als schneller drive-in zu absolvieren. Am liebsten bebildere ich meine Berichte, aber an dieser Stelle wäre es wirklich zu schade, euch diesen Spaß zu nehmen. Ich werde einen 2. Bericht zu Prora schreiben, der dann ausschließlich alle Bider enthält. Da könnt ihr, wenn eure Neugierde mit euch durchgeht, gerne reinschauen.

Auf Rügen angekommen meldeten wir uns zuerst mal an. Es war alles super organisiert und hatte keinesfalls die Anmutung einer Generalprobe! Das Gelände war super weitläufig und wir haben uns da schon geärgert, nicht mit Zelt unterwegs zu sein, sondern ein Zimmer gemietet zu haben. Als Event-Geschenk gab es dann die bestellte Coin, Infobroschüren, einen Aufkleber, Kugelschreiber und ein Lenyard mit Namensschild. Zu den Broschüren gehörte noch ein ausgedachtes Spiel. Ein Cacher-Bingo! Hier wurden diverse Parameter von Cachern abgefragt, die sie schon erlebt haben. So musste man z.B. einen Cacher finden, der seine T/D Matrix  komplett hat. Dieser signierte dann das Feld auf dem Bingoschein. Dann suchte man den nächsten, der ein weiteres Feld abhaken sollte. Was sich auf den ersten Blick als „Naja“ anfühlte, entpuppte sich schnell als perfekte Idee, um mit anderen in Kontakt zu kommen. Bei uns dauerte es keine 5 Minuten bis mein Sohn das Highlight einer Cachergruppe wurde, die unbedingt einen Cache-Rookie suchten, der erst 2013 mit einem eigenen Account angefangen hat. Tolle Idee!

Nach der ersten Orientierungphase auf dem Gelände endete der erste Tag mit einer geführten Nachtwanderung am Strand, die ein schönes Lagerfeuer mit Stockbrot als Ziel hatte. Mehr als 100 Leute liefen mit. Das Taschenlampenmeer am Strand sah schon imposant aus. An der Lagerfeuerstelle angekommen saßen wir im Sand, machten Stockbrot und lauschten noch einer gelesenen Geschichte über den Riesen von Rügen. Zum Schluß gingen wir quer durch das verlassenen Proragelände zu unserem Auto und machten uns auf den Heimweg.

Der nächste Tag begann für uns erst einmal mit caching. Neben dem Event als Hauptattraktion wollten wir natürlich die Eventcaches machen, die rund um das Event verteilt waren. Am Ende sollte ein WIG alle Hinweise aus den einzlnen Caches verbinden und einen tollen Super-Super Bonus ergeben. Neben dieser Motivation stand dann auch noch ein eigenes Minijubiläum an, unser 900ter. Gleich beim ersten Cache trafen wir Cacher, mit denen wir gemeinsam fündig wurden. Wir konnten besser suchen, sie konnten besser klettern 🙂 Nach dem ersten folgten weitere Caches und so war es nicht verwunderlich, dass wir sie bei der übernächsten Station wieder antrafen und ab da gemeinsam gingen. So hatten wir neue Cacher kennengelernt und eine kurzweilige Wanderung mit vielen weiteren Caches.  Um ehrlich zu sein, braucht man bei einem Mega-Event eigentlich gar kein GPS mitnehmen. Stehen mehr als 4 Leute an einem Fleck, verbirgt sich dort sicherlich ein Cache. D.h. wer seine Ruhe haben will und jeden Cache alleine entdecken möchte, der sollte lieber nicht an einem Mega-Wochenende im Umkreis von 10KM losziehen. Wir fanden es mal eine nette Erfahrung, haben unglaublich viele, interessante Menschen kennengelernt und hatten den einen oder anderen Cache sicherlich schneller oder überhaupt durch die entstandene Gruppe gemeistert.

Nach der ausgiebigen Cachertour sind wir zurück zum Eventgelände. Hier gab es auch noch viel zu sehen. Einige Coinshops mussten abgeklappert werden und zu einem Rundgang hatten wir uns auch noch angemeldet. Die Organisation der Fress- und Trinkmeile war gut, könnte beim nächsten mal aber auch gerne etwas größer ausfallen. Genauso sehen wir das bei den Shops und Ständen. Hier war in Berlin (Bericht) deutlich mehr geboten, allerdings waren dort auch doppelt so viele Leute. Am Strand sitzend verschnauften wir bei einem Stück Kuchen und Kaffee und schmiedeten Pläne für den weiteren Tag.

Als erstes ging es mal zur Shoppingmeile. Coin, Coins, Coins…

Danach schauten wir uns noch ein bißchen um und warteten auf die Führung, die im Rahmen des Events angeboten wurde. Auch hier muss man sagen, dass alles super geklappt hat: Voranmeldung, Anmeldung, Teilnahme. Während der Führung konnten wir noch sehr viele Informationen sammeln, die wir so nicht wussten:

– ein Block wurde inzwischen privat erworben und wird jetzt mit Eigentumswohnungen verbaut. (Whg. kosten grob zwischen 100.000€ – 300.000€)
– die Blöcke wurden ursprünglich für 100.000€ – 200.000€ erstmalig verkauft. Heute liegen sie gerne bei 1 Mio.€
– durch die damalige schnelle Bauphase sind wohl einige Dinge doch nicht ganz so stabil gebaut worden. So steht in den Kellern heute überall Wasser
– jedes Fenster bedeutet 1 Zimmer, alle Zimmer hatten Meerblick
– riesige Gemeinschaftsräume und Nasszellen wurden gebaut, um den uniformen Urlaub effektiv zu gestalten
– wahrscheinlich waren Kinder im Urlaub nicht vorgesehen (sieht man an Zimmergröße und Tagesablaufplan)
– der Tagesablaufplan (eine Kopie wurde rumgereicht) wurde beherrscht von Terminen, Informationsveranstaltungen und Essen (was man davon halten soll, kann sich jeder selber überlegen)

So wurde diese Führung für alle Interessierten zu einer guten Informationsquelle. Übrigens, meinem 12jährigen Sohn ging es zwar etwas zu lange, aber es ist Wahnsinn, wie sehr er beeindruckt war und was er sich alles merken konnte.

Auf der Suche nach weiteren Caches verirrten wir uns dann auf dem Gelände. Keine Frage, es war eindeutig, wohin das iPhone zeigte. Mit ein paar anderen unserer Zunft zogen wir dann lass, um noch einen weiteren Punkt zu sammeln. Aber ehrlich, all das stand heute absolut im Hintergrund. Nette Gespräche, gemeinsame Wege und lustige Erlebnisse überstrahlten das Ereignis. Übrigens, der Cache wurde hier nicht gefunden…

Ich muss sagen, der Tag war rund, aber anstrengend. Die Orga hat alles gut gemeistert und ich denke, das war mehr als nur eine Generalprobe!! Aus dem Abendprogramm haben wir uns ausgeklinkt. Die auftretende Band soll wohl gut gewesen sein, aber wir haben unser Zimmer mit TV vorgezogen. Der nächste Tag stand eigentlich nur noch unter dem Motto „gemütliches heimfahren“! Doch wie so oft, kommt es ja anders und zweitens als man denkt. Super nette Cacherkollegen, die auch in unserem Haus übernachteten, erzählten uns erst von dem ganz in der Nähe neu aufgebauten „BAUMWIPFELPFAD“ mit dazugehörigem Cache (GC4JHQV) und hatten völlig überraschend  auch noch einen entscheidenden Tipp für den Super Bonus „Ein riesen Stück Prora“ (GC44466). Mit T5/D5 eine Wertung, die wir in unserer Sammlung natürlich noch nicht verzeichnen konnten!

Aber der Reihe nach – mit dem Tipp ausgestattet zogen wir los. Eigentlich sollte es nun kein grosses Ding mehr sein. Aber am Final angekommen, suchten dort schon etwa 10 Leute. Das hat uns jetzt auch nicht überrascht und dank des Tipps sollte es jetzt schnell gehen. Hmm, war aber nix!! Lange suchten wir gemeinsam, bis eine entnervte Dame, die die ganze Zeit den Männer auf allen Vieren zugeschaut hat, unter die … krabbelte, um nach 30 Sekunden emotionslos „hab ihn“ rief. Das gibt es nicht. Die Gesichter von uns hättet ihr sehen sollen. Der ersten Schockstarre wich aber bei allen ein freudiges Grinsen und ein mächtiges Schulterklopfen. Aus Spoilergründen verzichte ich hier lieber auf Bilder 🙂

Danach ging es gut gelaunt zum Baumwipfelpfad, den wir zuerst über das neue Ungetüm bezwangen. Danach die ganze Nummer noch einmal durch den Wald zum Cache. Fairerweise muss ich sagen, dass mein Sohn erstmalig in seinem Leben freiwillig unten im Museum blieb und ich alleine hochstapfte… Beide Wege waren ein Erlebnis, insbesondere der gebaute Pfad. Eine tolle Idee, nichts für Höhenängstler, aber mit grandioser Aussicht!!

Auch tolle Wochenenden haben mal ein Ende. So wie dieser Bericht vom Mega-Event in Prora. Wir werden nächstes Jahr auf alle Fälle wiederkommen!! Und auf der Heimfahrt gab es dann doch noch ein kleines (grosses) Highlight.

Das größte Logbuch Mecklenburg-Vorpommerns (GC4HDD3)

Diese und weitere Bilder werde ich bald noch einmal komplett als Diashow in meinem Blog veröffentlichen. Dann aber mit allen Spoilerbildern. Also nicht für JEDEN 🙂