Das Betonschiff

Ein Betonschiff ist ein Schiff mit einem Rumpf aus Beton, der mit Stahl oder mit anderen geeigneten Bewehrungseinlagen versteift ist (Wikipedia).

Gibt es abstrusere Vorstellungen wie ein Schiff aus Beton? Wohl kaum! Jedenfalls fällt es mir schwer. Es gibt aber tatsächlich einige Vorteile gegenüber den bekannten Bauweisen aus Holz, Stahl oder Kunststoff:

  • sehr widerstandsfähig
  • kein Schädlingsbefall, wie etwa bei Holz
  • deutlich weniger Anhaftungen von Algen und Meerestieren
  • geringer Aufwände für Pflege und Instandhaltung

Natürlich ergeben sich auch Nachteile, wie:

  • deutlich höheres Gewicht
  • dadurch schlechtere Manövrierfähigkeit und
  • höhere Betriebskosten

Schon im 19.Jahrhundert erkannte man die Möglichkeiten und baute erste Boote z.B. in den Niederlanden und Italien. Im 20.Jahrhundert baute man auch in Deutschland erste Betonschiffe, was allerdings erst einmal nicht in einen Serienbau überging. Ab 1940, aufgrund veränderter Bauweise (Schalenbauweise) konnten man jedoch in Deutschland in Serie gehen. Es sollen wohl 50-200 Stück gewesen sein. Und kaum zu glauben, aber durch die lange Lebensdauer sind heute noch Betonschiffe im EINSATZ!

Einige „bekannte“ Betonschiffe liegen als Museumsschiffe oder Gastronomieschiffe in verschiedenen Häfen. Eines liegt vor Redentin auf einer Sandbank.

„Das Betonschiff von Redentin wurde zwischen 1943 und 1944 in Ostswine gebaut und sollte in Wismar ausgerüstet werden. Es strandete während der Überführung in der Wismarer Bucht vor dem ehemaligen Fischerdorf Redentin, heute Teil der Stadt Wismar (Stadtteil Wismar Nord), in der Nähe seines jetzigen Standorts. Vermutlich wurde es danach nie als Schiff, sondern nur als Lager genutzt. Bei dem Versuch, das Schiff in den 1960er Jahren in den Hafen von Redentin zu schleppen, lief es an seinem jetzigen Standort auf eine Sandbank auf.“ (Wikipedia)

Und genau das soll das Ziel unseres heutigen Ausfluges werden. Natürlich liegt hier einer der bekanntesten LostPlace-Caches. Die „Betonschiff-Crew“ war schnell zusammengestellt. Jeder mit unterschiedlichen Stärken, so dass dem Entern des Schiffes und dem Bergen des Caches nichts mehr im Weg stehen sollte.

Um 08:00 Uhr ging es aus verschiedenen Richtungen mit 4 Autos in Richtung Wismar. Reichlich ECA in den Autos verstaut, gut aufgeladene Akkus und leere Speicherkarten für mindestens 5 Kameras und natürlich Proviant für die Exkursion.

 

In Redentin angekommen, wurden die Sachen ausgepackt, sortiert, angezogen. Es wurde gegessen, getrunken und gefachsimpelt, nicht zu vergessen: auch viel gelacht. Wir stellten uns vor, wie echte Expeditionen aussehen mögen…

Letztlich ging es dann endlich los. Ein gutes Stück zu laufen war es schon und es war auch nicht wirklich ein Weg. Eher ein Feldrand, der mit unserem Geraffel etwas beschwerlich war. Aber immer die Küste und das Betonschiff im Blick, konnte uns das nicht weiter abhalten. Nach ca. 20 Minuten kamen wir am Wasser an und machten uns sofort an die Arbeit. Boote aufpumpen. Das hat eigentlich ganz gut geklappt, sogar eine Elektropumpe hatten wir dabei. „Nur“ ganz gut deswegen, weil das einzig motorisierte Boot von loggerimjogger wollte sich mit keinem vorhandenen Adapter anfreunden… Naja unsere beiden Hunde, Fiene und Bonny, bewachten alle Sachen, die am Ufer bleiben mussten, so auch das platte Boot. Somit wurde die „Fährlogistik“ kurz neu ausgetüftelt und die verbleibenden Boote mehr als geplant zum Personentransfer genutzt. Der Rest wurde geschultert oder im Wetpack durchs Wasser gezogen.

Alles verlief super. Am Schiff angekommen, konnten auch alle das Deck trockenen Fusses erklimmen. Und dann ging es los: DIE SUCHEREI! Alle Ecken und Winkel wurden begutachtet, grosse Frachträume inspiziert, grosse und kleine Luken wurden genutzt, um ins innere des Schiffes abzutauchen, auch wenn die Öffnungen manchmal kleiner waren, als sie aussahen…

Um unsere ca. 1,5 Std. auf dem Schiff abzukürzen, der Cache hat sich, wie schon in so vielen Logs vorher geschrieben, im letzten Loch, da wo man mit Sicherheit nicht rein will, versteckt. Die Frage war jetzt nur noch: wie und wer traut sich? Es wurde schlagartig still an Bord. Man hörte den Wind, die seichten Wellen, vielleicht sogar ein bißchen Möwengeschrei. Alles, was vorher nicht zu hören war!!  –  Unserem begeisterten Schnattern und Lachen und Freuen geschuldet… Wie in der Schule guckte der Eine den Anderen an und der wieder weg… Aber jetzt aufgeben? Die Zusammensetzung des Teams spielte uns jetzt wieder einmal in die Karten. Überlegen und souverän grinste der Mr.Geocowboy, lies uns mit erstaunten Blicken stehen und holte ganz lässig sein Kletterzeugs aus dem Rucksack. Unser ängstliches Schweigen wich dem ehrfürchtigem Schweigen. Wir schauten genau zu, keiner wagte mehr den dummen Spruch, den wir immer gerne auf den Lippen haben, denn uns war klar: unsere heutige Glückseligkeit liegt jetzt in den Händen eines Einzelnen.

Wie sich einige Zeit später herausstellen sollte, in guten Händen 🙂

Jetzt galt es nur noch den Heimweg unbeschadet zu überstehen. Einigen Höhenängstlern wurde erst jetzt bewusst, dass eine Leiter hochzusteigen um einiges erträglicher ist, als sie wieder hinabzusteigen. Aber auch das wurde gut gemeistert. Etwas höherer Wasserstand und ein paar Wellen machten den Heimweg dann etwas beschwerlicher, aber nach diesem Erlebnis wich das Grinsen noch lange nicht aus unseren Gesichtern.

Erschöpft, aber glücklich kamen wir ca. 4 Std. nach unserem Aufbruch wieder bei unseren Autos an. Der Nieselregen kam jetzt ganz langsam in Gang, so dass wir unser Bier genüßlich unter der Markise trinken konnten.

Wieder einmal geht ein Geocaching-Abenteuer zu Ende. Ein unvergessliches…

Zur Fotoshow mit weiteren tollen Bildern (LINK)

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Lost Place Tour 2016

Dass ich schon länger nichts mehr gebloggt habe, liegt nicht daran, dass ich nicht mehr cache, sondern eher daran, dass ich inzwischen auch Cacheowner bin. Ein weiteres zeitintensives Hobby, bei dem ein anderes zurückstecken musste…

Die eigenen Caches sind jetzt weitestgehend selbstlaufend und eine gewisse Routine in Neucachererstellung und Wartung sind eingetreten! So freue ich mich, auch mal wieder etwas über eigene Cachererfahrungen zu schreiben. Den eigenen Caches, den Owner-Erfahrungen und –Alpträumen werde ich später einen eigenen Beitrag widmen 🙂

Eine grosse Überraschung bekam ich zu meinem diesjährigen Geburtstag geschenkt. Natürlich verschlüsselt und als Mysterie verpackt – Vielank, 2 Tage, Dömitz, DAG & TNT, Hitzacker, LostPlace, Ausruhen, Jenseits der Wolfsschlucht.

Schnell war klar, meine Familie geht mit mir auf eine Familien-LostPlace-Tour, mit dem „Basislager“ in Vielank. Dort untergebracht in dem „Vielanker Brauhaus“. Was will man mehr? LostPlace, Familie, selbstgebrautes Bier und gutes Essen. Hörte sich nach einem verdammt guten Plan an.

DAG & TNT

Am 26.07.16 fuhren wir dann los. Unser erstes Ziel war der LP „DAG & TNT“ (GCN7Q7). 1892 wurde das Werk der Firma Sprengstoffwerke Dr. R.Nahnsen & Co KG errichtet, in dem damals u.a. TNT, Pikrinsäure, Tetryl und Nitroglycerin hergestellt wurden. Später wurden auch Sprengstoffkapseln gebaut, die als besonders feuchtigkeitssicher galten und somit ideal für Unterwasser-Sprengungen waren. Für die dort produzierten Bergbausprengstoffe wurde die Fabrik weltbekannt. Im ersten Weltkrieg wurde die Firma zum größten Rüstungsbetrieb Mecklenburgs, die Mitarbeiterzahl stieg von 300 auf rund 3.000. Nach 1926 wurde der Betrieb eingestellt und abgerissen, bevor er 1934 in veränderter Form wieder aufgebaut wurde und für den 2. Weltkrieg monatlich bis zu 3.750t Sprengstoffe, darunter 1.200t TNT und 125t Pikrinsäure, ca. 600t großkalibrige Bomben, ca. 150t kleinkalibrige Munition und ca. 1.000t Panzerminen produzierte. Die Stillegung erfolgte 1945 mit Ende des Krieges. Heute sind viele der Bunker und Gebäude gesprengt bzw. zerstört, einige Objekte auf dem Areal sind aber noch recht gut erhalten.

Eingebettet in diese Location hat platanus einen interessanten LP-Multi gelegt, der eine tolle Mischung aus Wanderung und Erkundung war. Kreuz und quer durch das Gebiet, teilweise bis zu 4 Meter hohe Wälle wurden immer wieder überwunden, um zur nächsten Station zu gelangen. 6 Stationen gab es, allesamt in lostplace-gerechten Verstecken. So kämpften wir uns von Station zu Station, mussten manches Mal abtauchen, in irgendwelche Betonrohre oder andere Gebäude, in denen wir dann die Koordinaten für die nächste Station fanden. Zu unserem Equipment gehörten u.a. 2 iPhone, eine led lenser H7.2 Stirnlampe, eine Fenix E21 Taschenlampe, diverse kleinere Taschen- und UV-Lampen. Weitere ECA war hier eigentlich nicht nötig. Obwohl wir insgesamt „nur“ ca. 7.000 Schritte (Helth-App) also ca. 4,5 km wanderten, waren wir doch recht erschlagen. Das lag letztlich sicherlich an dem unwegsamen Gelände und den 13 Stockwerken (App), die wir als Norddeutsche einfach nicht mehr gewohnt sind. An die 30 Grad taten ein Übriges.

Mehr zu diesem Cache könnt ihr auch in meinem Logeintrag nachlesen (Log)

Der Tag wurde gekrönt von unserer Unterkunft. Ein tolles Zimmer mit Aufbettung kostete hier nur 91€. Nach einer intensiven Duschrunde ging es dann noch in das Brauhaus-Restaurant. Selbstgebrautes Bier war hier das Highlight und wurde natürlich verköstigt: Angefangen mit dem Vielanker Weizen über Pils zu dunklem Vielanker. Das schwarze Vielanker hoben wir uns für den zweiten Tag auf. So ging der Tag im Biergarten des Hauses mit einem Vielanker Whiskey und dem hauseigenen Kräuterlikör zu Ende.

 

Jenseits der Wolfsschlucht

Gut ausgeschlafen traten wir am zweiten Tag unsere erste Challenge an. Nein, kein Challenge-Cache, sondern einfach nur die Suche nach einem Bäcker in Vielank. Als Wohnhaus gut getarnt entdeckten wir ihn und traten in den „Verkaufsraum“ ein. Mit uns Dreien war dieser dann auch voll und wir freuten uns über die letzten 6 Brötchen im Regal. Danach ging es direkt nach Hitzacker zum LP „Jenseits der Wolfsschlucht“ (GCHRT9) und auf dem angegebenen Parkplatz gab es erst einmal ein Frühstück. Gut gestärkt zogen wir dann los und nach der ersten Station ging es dann in die tiefste Wildnis des Elbeufers. Kopfhohe Brennesseln, ein max. 40 cm breiter Trampelpfad und mehrere umgestürzte Bäume über die man hinwegklettern oder drunter durch tauchen musste.

Die Stationen selbst waren eigentlich alle gut zu finden, jedoch verloren wir schon an Station 2 ca. 60 Minuten, bei der Suche nach den nächsten Koordinaten. Sie waren weg, wie sich nach Rückfrage beim owner herausstellen sollte. Also sind wir nach einer kleinen Stationswartung und den neuen Koordinaten weitergezogen. Die nächsten Stationen gestalteten sich dann erheblich einfacher, aber der Weg war ganz schön anstrengend. Der Schrittzähler zählte unermüdlich weiter und unsere Kräfte schwanden. An Station 5 dann der Megagau: Ein Freizeitmuggle mähte an seinem Wochenendhüttchen die Wiese. Ca. 10 Meter entfernt von unserem Objekt der Begierde, auf welches wir sicherlich hinaufklettern sollten. Wenn wir das machen würden, wäre die Station 100%-tig aufgeflogen. Also wieder Rücksprache mit dem owner, der uns weiterhalf und sicherlich froh war, dass wir unerkannt blieben.

Die Kräfte schwanden immer mehr und wir kamen auf die 10 km Marke… Und an dieser Station, die einigermassen schnell gefunden wurde, gab es wieder das Problem, dass wir nichts fanden. Ist das inzwischen unserer Müdigkeit geschuldet? Wir können doch nicht schon wieder den owner… Es half nichts – doch der owner. Er erklärte uns, was und wo wir suchen sollten und dabei stellte sich heraus, dass wir dort alles abgesucht hatten und der Hinweis höchstwahrscheinlich auch nicht mehr da ist. Eine weitere Stunde war damit hinüber 😦 Aber ab hier sollte alles nur noch ein Klacks sein!! Die letzten Stationen konnten gut gefunden werden, auch die Hinweise und so standen wir nach weiteren 2-3 km vor dem Final. Nur noch 80 Meter – aber eine „Schlucht“ dazwischen 😮 Mit letzten Kräften kamen wir am Ziel an und fanden erstmal tolle Tropfsteine und dann natürlich auch den Cache in einer Höhle.

Wir verewigten uns im Logbuch und machten auch noch ein Bild, mit der CacheCam, die im Final liegt (sehr schöne Idee)! Insgesamt kamen wir dann auf knapp 18.000 Schritte bei ca. 14,5 km…

Auch hier geht es wieder zum Logeintrag (Log)

Der zweite Abend im Brauhaus sollte den gleichen Verlauf wie der erste nehmen. Nur mit dem Unterschied, dass wir total Schrott waren und natürlich auch noch das schwarze Vielanker probiert haben 🙂

Der letzte Morgen empfing uns mit Regen, der zum Glück schnell verschwand. Unser Frühstück in der Dömitzer Festung fiel dann trotzdem ins Wasser, da die Kantine erst um 11:00 Uhr aufmachen wollte 😦 Also suchten wir uns wieder einen Bäcker und wurden genau gegenüber der Kirche fündig. In fast familiärer Atmosphäre tranken wir dann einen Kaffee und stärkten uns mit einem Brötchen, bevor wir noch ein paar Schritte in Dömitz machten, um 2-3 Dosen einzusammeln. Alle nicht besonders spektakulär – aber wenn man schon mal da ist.

Gegen Mittag schwangen wir uns ins Auto und machten uns auf den Heimweg. kurz vor Hamburg hatten wir uns dann noch 4 favoritenträchtige Caches ausgesucht

GC68Y4C – TB- und Coin-Kerker (108 FP)
GC53W4W – Lift from Hell (243 FP)
GC338WA – Spezial Messsonde (137 FP)
GC5JYQ7 – Du hast nen Vogel (238 FP)

Alle 4 machten noch einmal richtig Spaß und rundeten diesen Kurzurlaub perfekt ab. Einen kleinen Film gibt es noch (hier) mit dem Passwort: LP2016

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Geburtstag 😛

Lost Place Tour 2014 (II)

Here we go. Wie vor Kurzem angekündigt kommt hier mein 2. Teil unserer LP Tour 2014, die wir in Halle / Leipzig unternahmen. Nachdem wir nun den Brettermeier II kurz vor dessen Archivierung noch machen durften, fuhren wir kaputt und zufrieden in unser Hotel zurück. Da lag bestimmt noch was auf der Strecke, oder? RICHTIG!

Mit über 800 Favoritenpunkten versprachen wir uns vom „TB/GC Hotel Mansfeld Südharz + Geopostoffice“ (link) so Einiges. Was wir hier vorfanden, hatten wir noch nicht gesehen.

Auch das Logbuch bot einigen Platz und auf einer Karte konnten wir sogar unsere Herkunft verewigen. Wann habt ihr zum ersten Mal IN einem cache gestanden?

Weiter ging es dann noch über eine „Pilgerstätte“ zu den „Panzerknackern„. Die Pilgerstätte ist „…eine Trauerstelle für alle owner von verloren gegangenen Trackballes…“ (so das Listing). Eine nette Idee, die, wie ich feststellen musste, auf Facebook auch schon wieder zu kontroversen Diskussionen führte. Meine Meinung bleibt: Nette Idee, mit einer schönen Bastelarbeit und mit viel Liebe zum Detail. Auf alle Fälle ein Besuch wert, wenn man in der Nähe ist!

Auch die Panzerknacker, bekannt aus unserer jugendlichen Comiczeit, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Hier suchten wir regelrecht die Nadel im Heuhaufen… Manchmal ist es dann eher der Zufall, der einem hilft. Auf alle Fälle auch ein sehr nett gemachter Cache!

Danach ging es aber schnellstens in den Ankerhof. 1 Std. musste abends i.d.R. reichen, um sich zu Hause zu melden, zu duschen und noch kurz alle Stromversorgungen zu nutzen. Danach ging es auf direktem Weg zu kulinarischen Highlights von Halle. Der Vatertag endete somit zufrieden und früh, da wir ja am nächsten Morgen wiederum früh (07:30 Uhr) los wollten.

Am Freitag stand dann das nächste LP-Highlight auf dem Programm: 1932 Alois Bloms Reise durch die Zeit (GC4NHP9). Wir waren angemeldet und auch pünktlich vor Ort. Der Anfang dieses Caches stimmte uns erst sehr misstrauisch. Merkwürdige Voraussetzungen, die wir erfüllen sollten, Auto aus – Auto an, viel Rumfahrerei und eigentlich wollten wir einen erlebnisreichen Lost Place machen. Haben wir uns vielleicht zu viel versprochen oder waren zu verwöhnt vom gestrigen Brettermeier?

Beim eigentlichen Startpunkt angekommen, erzählte uns der mitgebrachte UKW-Sender, was als nächstes zu tun sei. Das war schon eine gute Story. Nach und nach lösten sich auch die zuerst merkwürdig erscheinenden „Zugangsvoraussetzungen“ auf und wurden logisch.

Im wahrsten Sinne des Wortes tauchten wir in die Welt des Alois Blom ein. Die komplette Geschichte ist mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Kleinste Details überraschen in diesem Lost Place. Die Geschichte ist stimmig, knifflig und manchmal auch etwas anstrengend. So täuschte uns Alois immer wieder an verschiedenen Stationen, gab uns Rätsel auf, in die wir uns „verbissen“, bis wir merkten, dass dieses Eisenrohr so rein gar nix mit der Lösung des Rätsels zu tun hatte.

Immer wieder wurden wir von Kampfspuren vorangegangener Teams darauf hingewiesen, dass uns Alois davon abhalten will, die Aufladung der Zeitmaschine zu unterbrechen.

Ziemlich genau in der vorgegebenen Zeit konnten wir das Rätsel gerade noch lösen, bevor das nächste LP-Team ihr Glück versuchen wollte. Die HandKantenOrangUtans haben hier einen tollen Cache gelegt, der besonders für „Lost Place Einsteiger“ hervorragend geeignet ist. Er ist quasi bewacht und geschützt, man hat die Erlaubnis in diesen Bunker zu gehen und er ist relativ klein, so dass man sich an die Orientierung unter der Erde erst einmal gewöhnen kann.

Zum Abschluss auch wieder mein damaliger Logeintrag, für einen LP-Cache, der mit seiner 4/3,5 Wertung wiederum genau richtig eingetaktet war.

„Mit CachePac und Black Abbot ging es über Vatertag auf grosse Lost Place Tour 2014. Wir starteten hier um Punkt 08:00 Uhr morgens und zwar gleich mit einer Überraschung, von der wir in dem Moment noch nicht so richtig wussten, was wir davon halten sollten.
Die Idee der nächsten Station lenkte uns da aber schon ein wenig ab, das hatte ich so noch nicht gesehen. Einmal mehr wurde der gut verstaute Schlüssel wieder aus dem Rucksack gepackt und die Reise ging auch hier mit dem cachemobil weiter.
Auch die darauf folgende Station war sehr schön inszeniert und unseren Obolus konnten wir schnell gegen die Weitermacherlaubnis eintauschen. Ab hier ging es dann ruck.zuck in das erwartete Lost Place Feeling.
Die Stationen sind alle toll gemacht, sowohl die Geschichte, wie auch die einzelnen Ideen und die handwerkliche Umsetzung lässt darauf schliessen, dass sich hier jemand voll uns ganz seinem cache gewidmet hat
Nicht jede Station war uns sofort klar. So benötigten wir recht am Anfang auch einen Tipp vom TJ, der uns aber auch recht schnell weiterhelfen konnten (DANKE!). Die Geschichte selbst ist von vorne bis hinten spannend und auch kleinste Details runden die Geschichte immer wieder ab.
Ob wir in der vorgegebenen Zeit jedoch die 100%-tige Aufladung der Zeitmaschine werden verhindern können, war nicht zu jedem Zeitpunkt klar. Einige Stationen hatten es in sich, auch weil man hier das eine oder andere Mal in die Irre geführt wird. Zu den beiden letzten Stationen sage ich nix weiter… SPITZE!!
Was bleibt? Ein tolles Erlebnis, 1 hinterlassenes Schleichen und ***** (GC-Vote)“

 Nur wer diesen Cache nicht mehr machen möchte oder schon gemacht hat sollte sich die hinterlegte Bildershow angucken. Alle anderen sollten sich lieber überraschen lassen. Ja!! Es wird gespoilert, also keine Klagen!!

Bildschirmfoto 2014-08-21 um 22.07.08klicken für Bildershow

 Der nächste Bericht folgt in Kürze. Es warten ja noch 2 weitere Lost Places und der ein oder andere „Beifang“ auf uns.

Lost Place Tour 2014 (I)

Nach über 1.500 gefundenen caches war auch für mich die Zeit gekommen, an einer LP-Tour teilzunehmen. CachePac als Hauptorganisator machte dies nicht zum ersten Mal und Black Abbot war auch letztes Jahr auf einer legendären LostPlace Tour im Osten unseres Landes dabei. Wer dazu gerne mehr lesen möchte kann gerne hier nachschauen.

Mit so einem „Cheforganisator“ und einem 2. „erfahrenen Hund“ traute auch ich mir zu, die Geheimnisse von Lost Places zu erkunden.

Auch ich bereitete mich anständig vor. Von der Basisausrüstung über diverse ECAs bis hin zu Energy Drinks und Proviant sollte schliesslich alles passen.

Also ging es gut vorbereitet auf die Bahn. Von Hamburg nach Halle, unterwegs noch ein paar interessante Favoritencaches sammeln – so jedenfalls war der Plan. Nach halber Strecke gab es eine Planänderung:

Aber es ging weiter, so leicht lassen wir uns natürlich nicht aus dem Tritt bringen. Dank Mobilitätsgarantie bekam ich für die nächsten 4 Tage einfach einen funkel-, niegel-, nagelneuen GLK. Selbstverständlich mit hellbeiger Leder-Innenausstattung. Genau das richtige Cachemobil. Dank der „Freunde“-App auf meinem und Black Abbots Handy konnten wir uns quasi aufeinander zufahren sehen und trafen uns fast zeitgleich im gebuchten Hotel in Halle.

 

Die anstrengende Anreise krönten wir nur noch mit einem schönen Abendessen in Halles Innenstadt, um am nächsten Tag fit zu sein. Früh sollte es losgehen, es lagen ja sehr hoch dekorierte Lost Places auf unserem Weg. In den nächsten Tagen wollten wir auf alle Fälle diese LPs machen:

> Brettermeier II – Lehre geht weiter
> 1932 Alois Bloms Reise durch die Zeit
> all you can eat
> Die Jagd nach der Padrowsky Bande

 

BRETTERMEIER

Somit ging es am Vatertag in aller Frühe zur neuen Ausbildungsstätte des jungen Herrn Brettermeier. Wir waren gut gerüstet, leider war das Wetter eher mäßig. Spätestens nach den ersten Stationen war mir als Rookie klar, warum ich z.B. Handschuhe in meiner erweiterten ECA dabei hatte. Dreck, Glassplitter und andere Unannehmlichkeiten sollten uns quasi den ganzen Tag begleiten.

Schnell stellte sich auch heraus, dass der erste Tag des Brettermeier sicherlich kein Zuckerschlecken werden würde. Nach problemlosen Start verzweifelten wir schon an Station 2 (zum Glück nur fast, bis CachePac endlich die erlösenden Worte rief). Also ging es weiter durch nahezu alle Stationen dieses Lehrbetriebes.

Viele interessante Aufgaben wurden uns gestellt. Mal ganz unten, mal tief drin, mal ganz oben. Aber klar war, dass der owner wohl einen grossen Spaß am Basteln toller Cacheideen hat.

Zur Abrundung mein damaliger Logeintrag:

„Angenehm, Brettermeier mein Name. Wo geht es hier rein? Ah da vorne.“
So geht sie los, meine Geschichte zu meiner neuen Ausbildungsstelle. Natürlich schickten mich die Kollegen quer durch den Betrieb und das Gelände. von Station zu Station lernte ich immer wieder neue Leute kennen und man glaubt es kaum, JEDER hatte auch schon irgendeine „tolle“ Aufgabe für.
Hier war mal was kaputt, was ich reparieren sollte. Da musste mal sauber gemacht werden, dort sollte ich jemandem helfen. Und manchmal, glaube ich, haben die Kollegen sich auch noch ganz fies vor mir versteckt. Ich glaube, mein erster Tag hätte echt schneller vorüber gehen können, wenn sich der ein oder andere einfach schneller zu erkennen gegeben hätte.
Dass sich der ein oder andere auch noch einen Spaß daraus machte mich zu verar… fand ich in dem Moment gar nicht lustig. Im Nachhinein betrachtet kann ich aber gut damit leben. Denn eines steht fest. Ich habe mir hier eine ganz tolle Lehrstelle ausgesucht, in einer unheimlich tollen Kulisse, mit wahnsinnig vielen unterhaltsamen Aufgaben und wenn es mir mal langweilig wird, laufe ich ganz da hinten in dem grossen Gebäude einfach die Treppen ein paar mal hoch und runter, Bewegung soll ja bekanntlich gut sein…
Als sich der Feierabend näherte traf ich auch noch ein paar andere Azubi-Kollegen. Die hatte ich zwar zu Mittag schon mal gesehen, aber danach verloren wir uns wieder aus den Augen. Zum Schluß konnten wir uns bei ein paar Aufgaben noch gegenseitig helfen und hatten nach 6,5 Std. dann früher Feierabend.
Lange Rede, kurzer Sinn – einfach genial. Vielmehr kann man hier wohl nicht schreiben ohne in einzelne Details zu gehen [:P]

Ein Cache mit der Wertung 4,5 / 4 bei der beide Wertungen verdient sind. Auch die hohe Anzahl der FP ist aus meiner Sicht komplett verdient. Schade, dass er inzwischen archiviert werden musste, nachdem ein Cacherkollege (nachdem er diesen Cache selber erst gemacht hat) diesen „hingehangen“ hat. Leider, wohl das Schicksal, welches gerade vielen LPs widerfährt.

Eine ausführliche Bildershow inkl. aller möglicher Spoilerbilder gibt es hier. Also bitte: SCHAUT HIER NUR REIN, WENN AUCH SPOILERBILDER NICHT STÖREN. Erst gucken und dann mosern zählt nicht 🙂

BILDERSHOW BRETTERMEIER II

Für heute ist hier erst einmal Schluß. Aber wie unsere Tour weiterging, bleibt absolut spannend und erinnert eigentlich an einen drehbuchreifen Film. Bis bald in diesem Kino…

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin

Unter diesem Motto sind wir auch dieses Jahr wieder Richtung Berlin gestartet. Die „Reisegruppe“ setzte sich, wie schon letztes Jahr, aus den 3 Ruppel-Generationen zusammen.


Ziel war diesmal kein Mega-Event, wie 2013, sondern eigentlich „nur“ ein schöner Kurzurlaub mit Sightseeing. Geplant waren

– Madame Tussaud
– Hackesche Höfe
– Holocaust Denkmal
– Brandenburger Tor
– KDW
– Potsdam
– eine Spreetour
– Fussball Hertha – Braunschweig

Da sich die Familie mittlerweile in 3 cacher-teams gruppiert, würden auch Cachingsziele auf ungeteilte Zustimmung treffen. Deswegen plante ich im Voraus ein paar Highlights ein, die ich dann, so ganz nebenbei, in unsere Tour einfliessen lassen wollte.

Um an unserer „Deutschlandtour“ weiter zu arbeiten, lag Schwerin quasi auf direktem Weg. Berlin hatten wir als DT Cache auch noch nicht und Potsdam soll ja ebenfalls sehr schön sein 🙂

Deutschlandtour, was ist das? „Wenn ihr diesen Cache lösen möchtet, dann ist es zwingend notwendig, dass ihr alle 16 Bundesländer bereist und den jeweils entsprechenden Cache findet. In jeder Landeshauptstadt ist ein Deutschlandtour Cache versteckt. In jedem der gelisteten Cache findet ihr eine dreistellige Zahl, welche ihr benötigt um die Koordinaten für diesen Final berechnen zu können.“ (Zitat Listing)

Somit hatte ich schon mal 3 must haves zusammen 🙂 

In Berlin sollte uns diesmal der grosse Coup mit der Giraffe (siehe weiter unten) gelingen, neben 2-3 weiteren, interessanten caches der Hauptstadt. Auf dem Weg nach Potsdam wollten wir die Heilstätten Beelitz (LPC) und auf dem Rückweg auch noch den First Germany machen. Also – tolles Programm, jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Aber alles der Reihe nach.

HINWEG:
GC16DZ9 Deutschlandtour Schwerin (link)
Der 6. DTC, den wir angingen, machte richtig Spaß. Zwar hatten wir erst Probleme, den richtigen Weg mit dem Auto zu einem vernünftigen Parkplatz zu finden, aber dann wurde alles sehr gemütlich. Ein schöner, nicht zu langer Marsch, der uns die lange Sitzerei im Auto versüßte. Entlang am See, immer auf einer Art Feldweg wanderten wir durch den Wald. Kurz vor dem Ziel muss man zwar nochmal etwas ins Gelände (da möchte ich bei Regen doch nicht rein), aber zum Glück spielte das Wetter bei uns mit. Letztlich gefunden hat ihn dann der jüngste (alles-cacher) und ein weiterer Haken auf unserer DT war gesichert. Die Ruhe und die schönen Bilder am See sollte man allerdings geniessen.


Idealer cache, für alle, die etwas Zeit mitbringen, da der Weg doch ca. 2 km beträgt und somit kein drive in ist.

Danach ging es weiter nach Berlin, übrigens direkt in den Stau hinein 😦 An dem Tag passierte dann nicht mehr wirklich viel, ausser einem einfachen, aber sehr gutem und „originalem“ italienischen Essen bei Monte Christo in der Flughafenstrasse (Neukölln). Top Essen zu sehr günsigen Preisen. Extrawünsche kein Problem und sehr nette Bedienung.

TAG 1
Auf alle Fälle kam am nächsten Tag dann erst einmal die Sonne, was natürlich die Basis für einen gelungenen Städtetrip darstellt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zog es uns dann in die City, um unseren ersten Programmpunkt abzuarbeiten: DIE SPREE-BOOTSFAHRT

weiter Bilder

Neben dem ersten gescheiterten Versuch den Brandenburger Tor Multi zu finden, konnten wir 1,2,3 finden und als Attraktion auch noch die Lego-Giraffe am Sony-Center (Potsdamer Platz). Beim Suchen des einzig wichtigen Steines lernten wir einen netten cacherkollegen (Phantomias70) kennen, der morgens schon keinen Erfolg hatte und nun beobachtete, wie erfolgreich wir wohl sein würden. Nach einiger Zeit wollten auch wir schon wieder aufgeben (das zweite Mal nach 2013). Einfach viel zu viele Muggles, vor allem Kids, die sich hier vergnügten und Bilder schossen. Warum auch immer, machte ich den letzten Vesuch und siehe da, mir fiel was auf, was so nicht gehörte. Juhuu!! 

Das Wegnehmen war noch ok, das Loggen etwas abseits auch, aber die grösste Hausforderung war das Zurück“legen“. 

Hat fast länger gedauert und die Kinder, die mich beobachteten hatten sicherlich auch schon Mitleid, mit „dem verwirrten alten Mann, der schon zum 16 Mal um die Giraffe schleicht“.

Inzwischen fing es an zu regnen und gewittern, was unserer Stimmung nach dem Fund keinen Abbruch tun konnte.

TAG 2
Wieder fing der Tag, bei unserem Lieblings-Frühstücks-Café, dem TREIBHOLZ, sonnig an. Leckerste Kaffees, Croissants, Muffins und andere Schweinereien. Dazu noch alles vegan, wenn man will.

Schnell und früh ging es dann weiter zu Madame Tussaud, was ein absoluter Hingucker ist. Die in Kauf zu nehmenden Wartezeiten versuchten wir schlau durch frühzeitiges Aufstehen zu umgehen, was dazu führte, dass wir zwar ganz vorne in der Schlange standen, aber 40 Minuten darauf warteten, dass das Museum geöffnet wurde… 

Die Figuren selbst sind ja immer Geschmackssache. Einige sind ausserordentlich gut getroffen, andere naja. Aber insgesamt schon ein Erlebnis, was wir wenigstens einmal gesehen haben wollten.

mehr Bilder aus dem Kabinett

Nach der Madame ging es per Bus zu KDW. Shoppen war angesagt! Caching kam heute eindeutig zu kurz, aber dafür planten wir ja den kommenden Tag komplett für Potsdam, Beelitz und First Germany.

Zuhause im Bett liegend wurden die letzten Vorbereitungen für den LostPlace Beelitz Heilstätten getroffen, als ich, warum auch immer, das Listing nochmals aktualisierte und siehe da, es war disabled!! Warum das denn?? Eine Filmproduktion hat seit genau 1 Tag sein Werk aufgenommen und wollte sich dabei nicht stören lassen. Ich könnte k…

TAG 3
Aufgrund des wiederum tollen Wetters planten wir dann schnell um. Kein Beelitz, dafür zuerst First Germany und danach Potsdam mit ausgiebiger Havel-Rundfahrt.

Zum First Germany gibt es nicht viel zu sagen, ausser, dass er weg ist, es nicht viel zu sehen gibt und ein „In Memoriam“ gelegt wurde. Den haben wir uns dann mal zuerst vorgenommen und auch schnell gefunden. Gut – ist jetzt nicht so der Oberhammer, aber als Erinnerung an den ersten, der je in Deutschland gelegt wurde, finde ich es schon in Ordnung, dass hier überhaupt einer liegt. 

Nach dem Fund liessen wir es uns nicht nehmen, auch den archivierten Originalort zu besuchen. Wenn man schon da ist…

Die Weiterfahrt von hier nach Potsdam dauert dann auch nur ca. 45 Minuten. Dank perfekter Vorausplanung wussten wir genau, wo wir hin wollten, welche Bootstour es sein sollte und so fanden wir uns auf direktem Weg auf der Weissen Flotte Potsdams wieder. Eine erholsame Schiffstour bei herrlichem Sonnenschein, sowie tolle Bilder der Havel und angrenzenden Seen war die Belohnung. 

Zu bestaunen und entdecken gab es viel auf der Bootstour: das Sommerhaus Albert Einsteins und das kurfürstliche Schloß in Caputh, das romantische Dorfensemble in Petzow mit Schloß und Kirche von Karl Friedrich Schinkel und einen japanischen Bonsaigarten in Ferch oder den historischen Stadtkern der Inselstadt Werder um nur einiges zu nennen. 

Weitere Bilder der schönen Havelfahrt seht ihr HIER

Zum Abschluß des Tages, und auf dem Heimweg praktisch direkt auf der Route, lag „Onkel Toms Hütte“. Ein Restaurant im Grunewald, welches meine Eltern schon vor 50 Jahren beeindruckte und so eine schöne Erinnerung war. Übrigens gibt es dort eine der leckersten Pizzen, die ich je gegessen habe.

Eine Besonderheit hatte der Inhaber noch für uns parat. Die Pesto-Nudeln für den alles-cacher waren dermassen scharf, dass er nicht nur 3 Getränke brauchte, sondern zur Belohnung dann noch den Originalhut des Cowboys Olaf Quinque tragen durfte, was ihn per Onkel Toms Gesetz jetzt zum „echten Mann“ gemacht hat 🙂


TAG 4
Der letzte Tag war unser Abreise Tag. Und ach ja, wir mussten ja noch unseren Deutschlandtour Berlin Cache machen. Jedenfalls das ermittelte Finale, nachdem wir an den Tagen zuvor die einzelnen Stationen des Multis immer mal so zwischendurch mitgemacht hatten. Wer den Multi an einem Stück machen möchte, muss sich entweder gute Laufschuhe anziehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Die Stationen liegen schon weit auseinander, bringen einen aber an sehr interessante Stellen. KLEINER TIPP: an einigen Stationen ist für das leibliche Wohl gesorgt!!

So hat sich insgesamt dieser Stadtmulti sehr gelohnt und nachdem wir (erst im 2. Anlauf) auch das Final gefunden hatten, strahlte uns auch ein Smilie auf der Landkarte an.

Viel blieb jetzt von unserem Kurzurlaub nicht mehr über. Zum Abschluß ging es noch in das (muss ich schon sagen) sehr beeindruckende Olympiastadion. Das Spiel (Hertha – Braunschweig) war jetzt nicht so berauschend, aber eine gewisse Atmosphäre kann man diesem Stadion einfach nicht absprechen.

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mehr Bilder


Das letzte Highlight dieser Tage war dann der Besuch im Restaurant LARA´s, in dem wir alle eine Riesenportion Amerika bekamen und so getärkt den Restweg in unsere geliebte Homezone antreten konnten.

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Favoritenpunkte fischen in Amsterdam

Kennt ihr auch, oder? Da kommt man mal in eine Gegend, in die es einen sonst eher nicht verschlägt. Natürlich möchte man hier auch ein wenig seinem Hobby fröhnen und beschäftigt sich schon im Vorfeld mit den interessantesten caches. Genau dazu dienen dann die verschiedenen Statistiken wie Favoritenpunkte, GC-Vote etc.

Dieses Mal durfte ich beruflich nach Amsterdam, wo ich noch nie war. Schon allein die Fahrt dorthin versprach sehr interessant zu werden, liegen an der A1 doch so einige spannend klingende caches.

Aber der Reihe nach: Zuerst ist doch die Frage, wo man in Amsterdam übernachtet, wenn man keine Lust auf Hotel hat, aber dennoch stadtnah nächtigen möchte. Wir haben uns für eine B&B-Variante ganz in der Nähe des Zentrums direkt am Wasser entschieden. Extrem günstig gelegen, für einen sehr überschaubaren Preis. Tolle Wohnung mit Charme!

Die Fahrt nach Amsterdam sollte schon ein Erlebnis für sich werden. Bei recht gutem Wetter hatten wir uns einige Hochkaräter ausgesucht:

GC2R0GR Der lange Flug (460 FP)
GC2YZHK Freche Gö(h)re (732 FP)
GC3A73V TB Hotel des Landstreichers Key888 Nicht bei Regen (898 FP)

Mit über 2.000FP bei nur 3 caches war unsere Erwartung natürlich auch entsprechend hoch! Jeder einzelne hat sich gelohnt anzufahren. War es bei dem „langen Flug“ eine hammermäßige, weitreichende Installation, die uns staunen ließ, konnten wir unseren Augen und Ohren bei der „frechen Göhre“ nicht trauen. Neben technisch aufwendigen Arbeiten konnten beide caches vor allem auch durch ihre grandiose Ideen und dem tollen Überraschungeffekt punkten. Die Erwartungen wurden bei beiden caches nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Wer jetzt neugierig wird und die caches nicht machen kann, kann sich gerne Spoilerbilder (hier) anschauen – aber bitte nur, wenn ihr den cache nicht mehr machen wollt, ansonsten lasst euch lieber überraschen.

Das Gleiche gilt für das tolle TB-Hotel des Landstreichers.

Diesen cache nutzten wir gleich , um ein Päuschen zu machen. Direkt an den Cache-Koordinaten gibt es auch einen kleinen Kiosk / Bistro. Auf einen Kaffee kann man hier also schnell einkehren. Die Betreiber wissen zwar von „komischen“ Vorkommnissen, die sich teilweise sogar rund um das Haus bis tief in die Nacht abspielen, aber mit Tipps konnten oder wollten sie nicht aufwarten. Eigentlich haben wir schon fast aufgegeben, bis wir uns dann doch noch ein Herz fassten und sich uns eine RIESENÜBERRASCHUNG offenbarte. Keine Ahnung, was vorbeifahrende oder gerade parkende Autofahrer dachten, als sie uns hier sahen… Guckt lieber nicht, wenn ihr die Möglichkeit habt, diesen cache noch zu machen, ansonsten (hier).

Nach der „erfolgreichen“ Autofahrt sind wir früh genug in Amsterdam angekommen, um die Stadt zu erkunden. Mein Termin war zum Glück erst am nächsten Vormittag. Also kramten wir die vorbereiteten Unterlagen heraus und machten uns auf einen langen Fußmarsch durch die Amsterdamer City. Bei schönem Wetter ist schon der Weg (auch ohne cachen) durch die kleinen Gassen oder an den Krachten entlang sehenswert. Irgendwie hat man durchgehend das Gefühl, in einer komplett anderen Welt zu sein. Kleinste Geschäfte, überall Bars und Bistros und natürlich die bekannten Coffee Shops. Wer es noch nicht gesehen hat, hat sicherlich schon viel davon gehört, ist aber trotzdem (so ging es uns) total überrascht!!

Als Cacher-Höhepunkt hatte ich uns das „Red-Light-District“, ein Multi quer durch die Amsterdamer Innenstadt und dem Rotlichtviertel ausgesucht. Bevor wir jedoch dazu kamen, wollten wir auch noch den höchstdekorierten Cache Hollands aufsuchen. Vorab hatten wir ja schon gehört, dass es sich wohl um den überbewertesten Cache Hollands handelt, was uns aber eigentlich nur noch neugieriger machte (bei über 1.000 FP mitten in der Stadt).

GC2TJKV Secret Door gestaltete sich dann als einfacher kleiner Tradi, den man schön mitnehmen kann. Und zugegeben, IRGENDWO würde dieser Cache sicherlich keine 1.000 FP bekommen. Aber die ganze Atmosphäre dieser Stadt, dieser Gasse und auch des so offensichtlichen Versteckes, treibt einen letztlich doch dazu an, auch ein blaues Schleifchen dort zu lassen

Mit dem ersten Fund im Rücken starteten wir unseren Rundgang, begleitet von dem tollen Multi GC20CWF De rosse buurt / The red light district. Von Station zu Station schlenderten wir durch die City und gewannen viele tolle Eindrücke. Eigentlich kann man den Rundgang gerne 2x machen – 1x um zu cachen und 1x um zu „erleben“. Die Aufgaben des Multi sind relativ einfach zu lösen, man wird durch China Town und natürlich auch das „Red Light District“ geführt. An der einen oder anderen Stelle sollte man dann den Foto tief in seiner Jackentasche verstecken…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach den schönen 8 Stationen wurde es Zeit für ein kleines Sit-In. Zur Berechnung der Zielkoordinaten gönnten wir uns ein schönes, holländisches Bier im DWAZE ZAKEN. Lecker!!

Das die Zielkoordinaten aufgrund eines Rechenfehlers nicht stimmten, sollten wir hier noch nicht merken. Das Final fanden wir dann tatsächlich nicht 😦 Aber Dank unseres Ehrgeizes und der Hilfsbereitschaft des owners BIEGSTRA konnte die richtigen Koordinaten spät abends doch noch ermittelt werde. Die Suche am nächsten Tag gestaltete sich dann recht einfach und so rundete sich unser Amsterdam Besuch zu einem vollen Erfolg.

Also – jeder, der mit dem Gedanken spielt mal nach Amsterdam zu fahren – ES LOHNT SICH!!

 

 

Neues aus Hessen…

…wieder einmal vom Mückencacher zur Verfügung gestellt. Events sind wohl die neue Leidenschaft des Mückencachers und daran wollen wir natürlich auch auf die Entfernung teilhaben.

„Ein Ausflug in eine bedrückende Vergangenheit – POINT ALPHA –

POINT ALPHA ist der Name eines vormaligen Beobachtungspostens der Amerikaner an der hessisch-thüringischen Grenze zwischen Hünfeld und Geisa.  

Dies war DER potenzielle Einmarschpunkt der Truppen des Warschauer Paktes während des kalten Krieges.

Heute befindet sich hier ein einmaliges Zeitzeugnis des Machtkampfes zweier politischer Systeme.
Träger und Betreuer ist die POINT ALPHA – Stiftung.

Soweit zur Geschichte. Daneben ist das Gebiet ein wunderbares Wandergebiet in der vorderen Rhön. Natürlich gibt es auch einiges an Caches, insbesonders von TeamHübi. Sein Hinweis am Samstag auf dem „Fernost-Event“ in Fulda hat uns letztlich heute auf die Füsse gebracht. Hierfür noch einmal DANKE.

Und nun viel Spass mit den Bildern“

Vielen Dank an den Mückencacher und schreib bald wieder 🙂

Klickt Euch durch die Bilder im Fotoalbum

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Mückencacher´s Gastblog

Heute mal was ganz anderes: Ein Bericht eines Events in Thüringen erreichte mich vor ein paar Tagen und diesen möchte ich Euch nicht vorenthalten:

„Gestern waren wir noch im Knüll unterwegs, um die grössere Hälfte (30 von 59) der Autofahrertour „The Fast and The Furios – Tokyo Drift“ einzufangen. Eine schöne Tour im Winter bei schlechtem Wetter.

Heute wollen wir nun am 7. Bad Salzunger Stammtisch teilnehmen. Auf dem Weg dorthin sollen noch ein paar Loren daran glauben. Klar, im Bergwerksgebiet Hessen / Thüringen.

Das absolute Highlight ist natürlich die Coinsammlung von kaFFeeTrinker, dem Veranstalter.

Ein gut besuchter Stammtisch führt zu einem regen Austausch von Erfahrungen. Narütlich auch zu Anregungen für neue Aktionen. Auch die nächsten Verabredungen sind getroffen, im „Bäderdreieck“ Bad Hersfeld, Bad Salzungen und Bad Salzschlirf.“ (Mückencacher)

Ja, der 7.Stammtisch in Bad Salzungen (GC4XH8M) war wohl ein gelungenes Event. Schöne Bilder von der Coinsammlung hat mir der Mückencacher natürlich auch noch geschickt. Diese möchte ich Euch auch nicht vorenthalten.

Klickt Euch durch die Bilder im Album:

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Vielen Dank an den Mückencacher für die schönen Eindrücke.